Manu's JGA am 14.06.2008

Nun war es also soweit, der 14.06.2008 stand (endlich) vor der Tür. Ich war ja ziemlich gespannt, denn ich hatte nicht die geringste Ahnung. Das Einzige, was mir im Vorfeld gesagt wurde war:

 

  • 14.06.2008 um 18 Uhr bei meinen Eltern warten
  • weiße bzw. helle Unterwäsche tragen
  • sowie weiße Schuhe


Ich sollte mir zudem die Haare zu einem Zopf binden. Ich wusste nicht, was die Mädels mit mir vor hatten. Niemand hat mir auch nur ansatzweise etwas verraten. Weder wie viele wir sein werden oder wo wir hingehen, noch was das Thema sein wird.
Also wartete ich geduldig bei meiner Mutter schon ab ca. 15 Uhr. Diese musste angeblich für meine Tante Nelly kurzfristig und völlig überraschend zwei riesige Salate für plötzlich eintreffende Gäste vom Bodensee machen. Mir kam das alles etwas spanisch vor, weil: Wer isst schon zu viert riesige Mengen an Salat.
Als es dann 18 Uhr geschlagen hatte, kam Sandra vorbei. Ich hatte schon 2 Sektflaschen für den „Abmarsch" gerichtet. Allerdings teilte Sie mir mit, dass wir alleine wären und niemand mit kommt. Auf meine Frage nach Ina (bei der ich fast 100%ig sicher war, dass Sie mitkommt) meinte Sandra nur kurz: „ Der ist zur Zeit immer schlecht. Ich glaub, die ist schwanger". Ein müdes Lächeln kam über meine Lippen, denn ich glaubte Ihr natürlich nicht wirklich.
Wir fuhren also los; Richtung Bruchsal. Angeblich ins Kino. Aber plötzlich viel Ihr ein, wir könnten ja auch nach Heidelberg... doch auch die Abfahrt nach Heidelberg nahm Sie nicht, denn Sie hatte nun Ihr Handy bei meinen Eltern vergessen. Also ging's zurück. Sandra verfuhr sich noch einige Male und dann bekam ich die letzten Meter die Augen zugebunden. Am Ziel angekommen überraschten mich eine ganze Schar voll Teufel im Schützenverein. Alle in Schwarz und mit roten Hörnern. Aber denkste, ich war nicht der „Big-Teufel" sondern der einzige Engel. Als es ans Umziehen ging, erkannte ich auch gleich meine schon lang vermisste weiße Leinenhose, die ich schon verzweifelt gesucht hatte. Richtig verkleidet und schon mit allen mit der leckeren Erdbeerbowle angestoßen, erkannte ich auch die Salate, die vorhin noch bei uns in der Küche standen. In geselliger Runde wurde mir offenbart, was ich denn alles zu erledigen bzw. zu erfüllen habe. Ich bekam neben einer Tasche voll Zeugs zum Verkaufen auch folgende Aufgaben:

  • Du darfst Wäschezettelchen aus diversen Männerunterhosen sammeln und damit dein T-Shirt verschönern!
  • Du darfst an einem Bierstand auf dem Brigande-Fest aushelfen... Versuch, mind. 10 Bier auszuschenken! Trinkgeld nicht vergessen!!!
  • Finde einen Mann, der „Angel" von Robbie W. für dich singt
  • Finde einen Mann, der sich die Fingernägel von Dir lackieren lässt.
  • Finde einen Polizisten, der sich mit Dir fotografieren lässt.


Wenn ich ehrlich bin, hatte ich im Vorfeld etwas „Angst" vor diesen Aufgaben. Jedoch darf ich mit Stolz sagen, dass ich alle (Dank der Mithilfe der Teufelchen und der Männer) erfüllt habe.

Nach dem Essen und einer kurzen Vorstellungsrunde aller Anwesenden (Sandra, Ina, Susi, Yvonne, Manu L., Bettina, Mutti (die an diesem Abend nur auf den Namen Uschi reagierte), Nelly, Hildegard, Nicole, Edith, Caroline, Alex, Evi und zu späteren Stunde auch Vanessa) ging es dann los in Richtung S-Bahn Station. Die ersten Männer und somit auch Unterwäschezettelchen ergatterte ich schon in der Bahn auf dem Weg nach Karlsruhe. Meine Verkaufstalente hatten sich noch nicht richtig entfaltet, das sollte sich jedoch im Laufe des Abends verbessern. In der Innenstadt dann angekommen hielten wir auch gleich die ersten Polizisten an... Und nun können auch alle (besonders ich) überzeugt sagen: „Die Polizei, dein Freund und Helfer".


Weiter ging die Tour, und unser nächstes Ziel war das Brigande Fest auf dem Marktplatz. Ich suchte mir den bestbesuchtesten Bierstand aus und half, ohne zu Zögern, Biere auszuschenken. Man muss leider sagen, dass ich nur 2 Biere (eins davon ging an die eigene Gruppe) verkauft habe, bevor ich den Bierstand (angeblich weil der Chef kam) verlassen musste. Ich glaube ehrlich gesagt, dass die mich unerklärlicherweise nicht haben wollten.
Als nächste Location stand das „Lehners" auf unserem Plan. Auf dem Weg dorthin wurde ich - ohne eingebildet wirken zu wollen - richtig gut. Ich erfüllte gleich die 2 letzten Aufgaben (Fingernagel lackieren und „Angel") in einer Straße und verkaufte Unmassen an Zeugs, so dass wir im Lokal angekommen, gleich einen ausgeben konnten. Wir verweilten ein wenig und trafen etliche andere JGA's bevor wir dann den Abend im Eisenstein ausklingen ließen.

 

Rückblickend muss ich sagen, dass dies ein wirklich sehr schöner Abend für mich war. Wenn ich könnte, würde ich ihn beinahe wiederholen. Aber wahrscheinlich ist er durch seine Einzigartigkeit so genial geworden. In diesem Sinne möchte ich mich auch bei allen bedanken, die diesen Abend möglich gemacht haben und dabei waren. Ich hab euch alle unglaublich lieb und ich werde diesen Abend niemals vergessen.

 

DANKE

Eure Manu